Grußworte und Reden
Grußworte und Reden beinhalten häufig Bezüge auf das aktuelle Geschehen oder bieten einen Rückblick auf Vergangenes, sowie auch Formulierungen zur jeweiligen Zukunft und dies alles stehts aus der Perspektive ihrer Autoren zu der jeweiligen Zeit.
Im Folgenden finden Sie Grußworte und Reden der jüngeren Vergangenheit mit Bezug zur Stadt Dassel.
[2026 im März] - Grußwort des Bürgermeisters zur GHIDA 2026
Der Folgende Text und Bilder wurden auf der Website stadt-dassel.de veröffentlicht und an die lokale Presse zur Veröffentlichung gegeben.
Grußwort des Bürgermeisters zur GHIDA am Sa. 28. & So. 29. März 2026
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner,
nach der GHIDA 2023 präsentiert sich die Messe für Gewerbe, Handwerk, Handel und Industrie in Dassel erneut als Gemeinschaftsleistung der beiden Werbegemeinschaften Dassel und Markoldendorf.
Gemeinsames Handeln und Zusammenarbeit sollten in einer Zeit, in der immer weniger Ehrenamtliche eine funktionierende Gesellschaft mittragen, selbstverständlich sein – sind es aber längst nicht. Mit dem Blick auf das Weltgeschehen, das immer mehr von nationalem Egoismus – auf kommunaler Ebene nennt man so etwas landläufig „Kirchturmdenken“ – und wirtschaftlichen Eigeninteressen geprägt wird, ist das erst recht nicht selbstverständlich. Diese Denk- und Sichtweisen können wir uns in der Stadt Dassel, im Landkreis, in Deutschland und der Welt eigentlich schon lange nicht mehr erlauben. Zusammen zu leben und miteinander zu arbeiten besteht eben nicht nur aus „Deals“, also umgangssprachlichen Abmachungen oder Geschäften „per Handschlag“, die in der Regel nur für eine Seite vorteilhaft sind, wie ein gewisser Donald Trump gern glaubt.
Es freut mich, dass die aktiven Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft von zwei nahezu gleich großen Ortschaften nicht nur den Blick für den eigenen Kirchturm haben, sondern vielmehr zusammen mit Betrieben aus der Region bis in den Landkreis Holzminden hinein eine starke Gewerbeschau organisiert haben. Die sich ergänzende Vielfalt, Stärke, das Fachwissen und die Verwurzelung der knapp 50 ausstellenden Handwerker, Dienstleister und Handelsbetriebe in unserer Region machen nicht nur Dassel und den Flecken Markoldendorf lebenswert und stark, sondern die gesamte Stadt Dassel. Wie die Werbegemeinschaften rufe ich gerade auch Jugendliche und angehende Schulabsolventinnen und -absolventen in der Berufsorientierung dazu auf, sich vor Ort ein Bild von den Betrieben vor der eigenen Haustür zu machen. Nutzen Sie das Messewochenende am 28. und 29. März 2026 zum Kennenlernen und zur Kontaktaufnahme. Die Schulsporthalle der Grundschule in Dassel mitsamt Außengelände ist als Veranstaltungsort für die GHIDA 2026 bestens geeignet.
Eine anständige und uneigennützige Zusammenarbeit ist in den letzten Jahren noch mehr Leitlinie unserer politischen Arbeit im Rat der Stadt Dassel geworden. Ich würde mich freuen, wenn es so bleibt und sich weiterhin Frauen und Männer aus möglichst vielen Ortschaften mit dem Blick für das Ganze im Rat für die Stadt einbringen. Nur wenn wir gemeinsam stark sind, können wir für unsere Einwohnerinnen und Einwohner etwas erreichen, egal ob Ausbau und Erhalt von Kinderbetreuungsplätzen in Dassel, Markoldendorf und weiteren Dörfern, Sanierungsmaßnahmen an den Grundschulen oder eine modernisierte Ausstattung unserer Feuerwehren.
Während wir unsere Solling-Region immer auch im globalen Kontext von Wirtschaft und Politik sehen müssen, können wir doch alle als Menschen „global denken und lokal handeln“ – durch die Unterstützung von Handel, Handwerk und Dienstleistung vor Ort Wirtschaft und Engagement stützen und stärken.
Ich danke allen Engagierten der beiden Werbegemeinschaften im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Dassel für ihren Einsatz für eine erfolgreiche Messe und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern eine spannende Zeit auf der GHIDA!
Dassel, im März 2026
[2025 im September] - Grußwort des Bürgermeisters zum Tag der Regionen
Der Folgende Text und Bilder wurden auf der Website stadt-dassel.de veröffentlicht und an die lokale Presse zur Veröffentlichung gegeben.
Liebe Leserinnen und Leser,
machen wir uns nichts vor: In einer globalisierten Welt täuschen auch Grenzen nicht darüber hinweg, dass wir in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und oft auch persönlich miteinander vernetzt sind. Wir leben weiter in kleinstädtischen und dörflichen Strukturen und haben oftmals mehr Verbindung in die Welt, als man zunächst denkt.
Gerade Bewusstsein für Regionalität macht uns aber auch in einer globalisierten Welt stark. Ich bin den vielen regionalen Erzeugern, Unternehmen und Vereinen in der Stadt Dassel und der Solling‑Region dankbar, dass sie sich engagieren. Denn starke regionale Strukturen in Wirtschaft, Schulen, Vereinen und Ehrenamt vor Ort geben Halt und schaffen Zusammenhalt.
Handels- und Wirtschaftsstrukturen haben sich in unseren ländlichen Regionen in den letzten Jahrzehnten grundlegend verändert. Während Handwerk, Mittelstand und gesundes Vereinsleben nach wie vor das wirtschaftliche und gesellschaftliche Rückgrat stärken, mussten sich die meisten kleinen Einzelhandelsgeschäfte und handwerklichen Bäckerei- und Fleischereibetriebe aus unseren Ortschaften zurückziehen. Manchmal auch, weil keine Nachfolge mehr gefunden wurde. Selbstverständlich sind der Gang in den Supermarkt mit großem Sortiment oder die Online‑Bestellung mit einem Klick und 1-Tages-Lieferung im hektischen Alltag bequem und praktisch. Wie stark unsere Region ist, wird aber auch durch unser (Konsum-)Verhalten bestimmt.
Mit Unterstützung des Teams der Stadt und vielen Ehrenamtlichen richten wir erstmals den „Tag der Regionen“ in großen Teilen der Innenstadt Dassels aus. Bundesweite Aktionen und Veranstaltungen im September und Oktober eines jeden Jahres unter diesem Motto sollen öffentlich zeigen, welche Wertschöpfung und welchen Einsatz die Regionen in Deutschland zu bieten haben. Wir wollen Werbung für unsere vielfältige Regionalität, unsere Stärken, Besonderheiten und Menschen machen. Wegen der großartigen Resonanz und zahlreichen Rückmeldungen während der Vorbereitung präsentieren sich Ihnen bei einem Besuch mehr als 80 Stände. Dass es so viele Menschen gibt, die als Teil unserer Veranstaltung zum Gelingen beitragen wollen, macht mich stolz.
Ich wünsche allen Besucherinnen und Besuchern viel Freude beim Erleben dieses Herbstfestes als Gemeinschaftsleistung.
Getreu dem Jahresmotto des „Tages der Regionen“ 2025 – „Starke Regionen – Starke Demokratien“ – sage ich außerdem: Eine starke Gesellschaft drückt sich vor Ort durch Diskussion, Gemeinschaft, Zusammenhalt und gemeinsame Arbeit aus – nicht durch Misstrauen und schon gar nicht in der vermeintlichen Anonymität des Internets und dortigen Kommentaren!
Dassel, im September 2025
Ihr
Sven Wolter
[2025 im Dezember] - Grußwort des Bürgermeisters zu Weihnachten und Jahreswechsel
Der Folgende Text und Bilder wurden auf der Website stadt-dassel.de veröffentlicht und an die lokale Presse zur Veröffentlichung gegeben.
Grußwort zu Weihnachten und Jahreswechsel
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Vorweihnachts- und Adventszeit bringt nicht nur Licht und Gelegenheit zum Treffen und Beisammensein in die dunkle Jahreszeit, sie lässt mich trotz der Termindichte der letzten Wochen auch auf die vergangene Zeit zurückblicken. Vielen wird das ähnlich gehen. „Advent“, das ist dem lateinischen Wortursprung nach eine Zeit des Ankommens, des Vorbereitens auf die Feier der Geburt von Jesus Christus. Zeit, im Kreis von Familien, Freunden, Kollegen innezuhalten und die verbliebenen Wochen bis Weihnachten zu genießen.
Seit mehr als vier Jahren – seit dem 01. November 2021 – darf ich als Bürgermeister Verantwortung für die Stadt Dassel mit ihren 17 Ortschaften übernehmen. Ich bin mehr als dankbar dafür, dieses verantwortungsvolle Amt und diese Aufgabe ausüben zu dürfen. Trotzdem ist kein Tag davon eine Selbstverständlichkeit. Gemeinsam haben wir dabei als Rat und Verwaltung zusammen mit Vereinen und Ehrenamtlichen in den Ortschaften einiges erreicht. Frei gewordene Stellen in der Verwaltung und den städtischen Einrichtungen konnten trotz der demografischen Entwicklung stets mit qualifiziertem Personal (nach)besetzt werden. Sanierungsprojekte, zum Teil mit deutlichen Förderungen, wie beim Badesee Lauenberg oder der Grundschule Markoldendorf, regenerative Energieerzeugung mit Photovoltaikanlagen auf städtischen Gebäuden, die vor Jahren begonnene Erschließung weiterer Bauplätze in Markoldendorf und nun in Ellensen, bedarfsgerechte Investitionen in Kinderbetreuung in der Krippe Dassel oder dem Kindergarten Sievershausen, sowie ein umfangreiches Erneuerungsprogramm für moderne Fahrzeuge vieler Feuerwehren – das alles zahlt auf eine zukunftsfähige, familienfreundliche und nachhaltige Erhaltung und Entwicklung der Stadt Dassel für eine große Mehrheit unserer Einwohnerinnen und Einwohner ein. Die Zusammenarbeit, diese sicht- und spürbaren Erfolge motivieren mich noch wie am ersten Tag – und deswegen möchte ich auch ab dem 01. November 2026 Bürgermeister bleiben und stelle mich erneut zur Wahl.
Der Advent – er erinnert uns auch daran, dass es nicht nur die gibt, die Gutes tun, aber dass es immer Hoffnung gibt.
Ein Zitat des französischen Autors des „Kleinen Prinzen“, Antoine de Saint-Exupery, lautet: „Unsere Aufgabe ist es nicht, die Zukunft vorherzusehen, sondern sie zu ermöglichen.“
Diese Aussage kann ich auch auf die Stadt Dassel und Deutschland beziehen. Wir können nicht vorhersehen, höchstens Prognosen abgeben, wie sich die europäischen und weltweiten Rahmenbedingungen entwickeln und auf die Arbeit der Stadt Dassel und auf das Leben der Menschen, unser Leben, auswirken. Im Grunde war die Lage nie einfach, aber auch nicht hoffnungs- oder gar aussichtslos. Die Ukraine befindet sich im vierten Kriegswinter nach dem Überfall durch Russland, ein unzuverlässiger, unberechenbarer und übergriffiger US-Präsident Trump stiftet weltweit wirtschaftliche Unsicherheit mit seiner Zollpolitik, setzt die Nationalgarde gegen eigene Bundestaaten ein und schmiedet mit Putin unehrliche 28-Punkte-„Deals“ zulasten der Ukraine. Noch nie konnten wir uns in Deutschland und Europa so wenig auf den transatlantischen Partner USA verlassen. Jeder sollte erkennen, dass wir stark sein und zusammenhalten sollten, um unsere Zukunft selbst zu ermöglichen und zu gestalten – wie es de Saint-Exupery in seinen Worten zum Ausdruck bringt.
Die nach den vorgezogenen Neuwahlen im Februar neu gebildete Bundesregierung aus den Unionsparteien CDU/CSU und der SPD steht, getreu ihres Koalitionsvertrages zur „Verantwortung für Deutschland“. Die Aufgaben und Herausforderungen sind mitten im wirtschaftlichen Strukturwandel, unter außen- wie innenpolitischem Druck, gewaltig und lassen sich nicht immer einfach auflösen. Der Horizont einer Bundestagsperiode von 4 Jahren ist dafür zu kurz. Verantwortung in Lösungen umzusetzen geht nur mit klaren Kompromisslinien und mutigen Entscheidungen für die Mehrheit der Menschen in Deutschland. Mit einer klaren „Haltelinie“ des Rentenniveaus bei 48 %, echtem Bürokratieabbau und Milliardeninvestitionen in die Infrastruktur unseres Landes, kann die Bundespolitik Verantwortung für ein starkes Deutschland übernehmen. Dazu gehört für mich auch eine starke Bundeswehr und ein solidarisches Rentensystem, in das auch Beamte, Abgeordnete und Selbstständige einzahlen.
Der Staat, ein soziales, freiheitliches und demokratisches Deutschland, ist selbstverständlich keine „Hängematte“. Er ist Angebot und staatsbürgerliche Verpflichtung zugleich, egal welche Wurzeln man hat. Dieses Angebot können wir jeden Tag aufs Neue annehmen. Die Menschen in Russland, in China, im Iran, Afghanistan – ja auch im Gaza-Streifen z.B. – erhalten dieses Angebot nicht. Ich will mit meinen Kindern in einem Land der Chancen und Möglichkeiten leben, nicht des Misstrauens, nicht des Hasses, nicht der Anbiederung an Russland und die USA, die freiheitliche Werte mit Füßen treten. Lassen wir uns doch nicht von denen belügen, die in den Medien, auf Facebook, TikTok, Instagram & Co. behaupten, Migranten und Sozialleistungen seien unsere größten Probleme. Menschen sind nicht das Grundproblem; Lügen schon. Ich bin froh, in Deutschland zu leben und… einfach Mensch zu sein. Vor allem, wenn wir eine positive Vorstellung der Zukunft haben, Probleme anpacken, anstatt nur übereinander herzuziehen. Das bedeutet Weihnachten doch auch: miteinander zu reden, Gemeinschaft, Nächstenliebe und Hoffnung.
Und wo ich schon bei Angeboten bin: Ich bin froh und stolz, dass so viele von Ihnen am 28. September 2025 das Angebot angenommen und mit uns in der Stadt Dassel rund um den Kirchplatz den „Tag der Regionen“ gefeiert haben. Nach dem Entschluss zusammen mit Akteuren aus der Stadtgesellschaft, den Tag der Regionen im Landkreis Northeim in Dassel wiederzubeleben, haben mein Team und ich sowie zahlreiche Vereine, Unternehmen und Erzeuger sich intensiv mit Vorfreude auf dieses Fest vorbereitet. Dieser Tag hat deutlich vor Augen geführt, wie viele Menschen sich für die Gemeinschaft, ein positives Bild und Zusammenleben in unserer Stadt und den Dörfern einsetzen. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Unterstützung und Ihren Besuch; Sie sind eine Bereicherung.
„Advent“ heißt für mich auch: Wir alle haben Verantwortung für unser eigenes Glück und Wohlergehen, wir können Gutes für uns und andere tun, gemeinsam Zukunft ermöglichen. Ich freue mich auf die vielen weiteren Gespräche und darauf, Sie hoffentlich gesund im kommenden Jahr wiederzusehen!
Mit den besten Wünschen im Namen von Rat und Verwaltung für ein besinnliches und gesundes Weihnachtsfest 2025, ein erfolgreiches neues Jahr 2026 und einem Dank an alle Einwohnerinnen und Einwohner, Engagierte, Partner der Stadt Dassel und Unternehmen für die Zusammenarbeit,
Dassel, im Dezember 2025